Ein Sondertransport ist erforderlich, wenn Ihre Ladung die gesetzlich zulässigen Standardmaße überschreitet – typischerweise ab mehr als 2,55 m Breite, 4 m Höhe oder je nach Fahrzeugkombination 16,5 bis 18,75 m Gesamtlänge. Solche Übermaßtransporte sind genehmigungspflichtig: Ohne straßenverkehrsrechtliche Erlaubnis, geprüfte Route und gegebenenfalls Begleitfahrzeuge darf kein Meter gefahren werden. Speed Logistics übernimmt genau dieses Gesamtpaket.
Für Ihre Terminplanung entscheidend ist der Vorlauf: Vom Antrag bis zur erteilten Genehmigung vergehen je nach Route und Bundesländern in der Regel ein bis drei Wochen. Wir starten das Verfahren deshalb unmittelbar nach Ihrer Freigabe und planen die Fahrt so, dass Genehmigungsauflagen, Nachtfahrfenster und Ihr Wunschtermin zusammenpassen.
Wann liegt ein Sondertransport vor?
Maßgeblich sind die Grenzen des Standardverkehrs: 2,55 m Breite (2,60 m bei Kühlaufbauten), 4 m Höhe und je nach Kombination 16,5 bis 18,75 m Länge. Alles darüber ist ein genehmigungspflichtiger Großraumtransport. Kommt zusätzlich Übergewicht über 40 t hinzu, greifen die Regeln des Schwerlast-Transports; beides kombinieren wir bei Bedarf in einem Verfahren, damit Sie nicht zwei parallele Anträge und zwei Dienstleister koordinieren müssen.
Typische Übermaßladungen
Zu den häufigsten Gütern zählen Hallenbinder und Stahlbaukonstruktionen, Behälter, Silos und Apparate aus dem Anlagenbau, Betonfertigteile für den Hoch- und Tiefbau, Landmaschinen und Baumaschinen mit Anbaugeräten sowie überlange Komponenten wie Masten, Träger oder Rohrleitungssegmente. Jede dieser Ladungen bringt eigene Herausforderungen mit: seitlicher Überstand bei Bindern, Kippgefahr bei hohen Silos, empfindliche Oberflächen bei Fertigteilen. Wir wählen Equipment und Sicherungsmittel entsprechend aus und stimmen die Verladung mit Ihrem Werk oder Ihrer Baustelle ab.
Genehmigung, Routenprüfung und Begleitung
- Erlaubnisverfahren: Antragstellung pro Bundesland und für jedes Transitland entlang der Route
- Routenprüfung mit GIS-Unterstützung: Abgleich der geplanten Strecke mit Brückenhöhen, Durchfahrtsbreiten, Kreisverkehren und Baustellen vor Antragstellung
- BF3-/BF4-Begleitfahrzeuge: je nach behördlicher Auflage, inklusive Wechselverkehrszeichenanlage; Polizeibegleitung koordinieren wir, wo sie vorgeschrieben ist
- Zeitfenster-Management: viele Übermaßrouten sind nur nachts oder außerhalb der Hauptverkehrszeiten freigegeben
Equipment und Ladungssicherung
Je nach Ladung setzen wir Tieflader, Semi-Tieflader, Plateau- oder Teleskopauflieger ein, die sich in der Länge an das Ladegut anpassen. Vor der Fahrt klären wir Schwerpunktlage, Anschlagpunkte und die Kran- oder Staplersituation an Lade- und Entladestelle. Die Ladungssicherung wird auf das Übermaß ausgelegt und dokumentiert – gerade bei breiten oder hohen Gütern der Schlüssel für eine beanstandungsfreie Kontrolle unterwegs. Bei Bedarf begleitet ein Einweiser die kritischen Passagen, etwa enge Ortsdurchfahrten oder die letzte Meile zur Baustelle.
Ablauf und internationale Sondertransporte
Sie senden uns Abmessungen, Gewicht und die Ladestellen; wir prüfen Machbarkeit und Route und erstellen ein Festpreis-Angebot – die erste Rückmeldung erhalten Sie in wenigen Stunden. Nennen Sie uns dabei auch Wunsch- und Ausschlusstermine, etwa Betriebsferien oder Kranverfügbarkeiten, damit die Genehmigungsfenster passend beantragt werden. Bei grenzüberschreitenden Übermaßtransporten koordinieren wir die Genehmigungen aller Transitländer und übernehmen bei Drittlandzielen wie der Türkei oder Zentralasien zusätzlich die komplette Zollabwicklung. So bleibt der Sondertransport auch über Grenzen hinweg ein Projekt mit einem einzigen Verantwortlichen.